Vision & Leitbild ab 2019

In den ersten Jahren unserer Praxis und unserer Erfahrungskreis-Community haben wir primär das weitergeführt, was wir in Ausbildungsgängen von Spiritualität, Bodywork, Tantra, Kommunikation, Medialität und in unseren beruflichen Werdegängen gelernt hatten, z.B. die Übungen wiederholt und einen achtsamen Austausch untereinander geübt. Wir schätzen in dieser Aktivität den offenen, respekt- und liebevollen Umgang miteinander, das Selbstverantwortungsgefühl der Beteiligten, die achtsame Kommunikation, die Vielzahl von Methoden aus verschiedenen Kulturkreisen und in tantrischen Gruppen auch den Fokus auf Freude, Lust und eine konstruktive Grundhaltung, die Lockerheit und Leichtigkeit in der Praxis und die Befreiung von Tabus oder fixen Vorstellungen.
Inzwischen sind die aktiven MitgestalterInnen bei uns 10 bis über 20 Jahre damit unterwegs und haben weitere Ausbildungen besucht. Seit sieben Jahren setzt der Erfahrungskreis seinen Mix von Methoden und seine Vision um, wie es auf der Seite Erfahrungskreis vorgestellt bisher zusammgefasst ist. Neue Mitübende kommen hinzu und bringen neue Ideen ein.

Was verändert sich aktuell bei uns? Wie sieht die Vision der nächsten Jahre aus?

Remigius und Verena versuchen, dass die Angebote so gestaltet sind, dass die Erfahrungen noch mehr vertieft, die Herzen sich noch weiter öffnen, unser Austausch noch klarer, mitfühlender und erhellender wird, so dass sich Heilung und Transformation verstärken und über die persönliche Ebene hinaus entfalten kann. Hinein in unseren Alltag mit den unterschiedlichen Wirkungsfeldern, in unsere Familien, ins berufliche Umfeld und in die Gesellschaft..
Wir orientieren uns dabei an der integralen Lebenspraxis. Die Bereiche, in denen wir weiter üben und wachsen sind vilefältig. Hier ein paar Beispiele:

Co-Leitung und Co-Kreation: Personen aus unserem Umfeld mit längerer Erfahrung werden eingeladen mitzuleiten. Wir entwickeln die Absichten eines Anlasses gemeinsam, bereiten die Programmpunkte vor und verteilen die Verantwortung dafür unter uns. Somit wechseln wir uns in der Leitung ab. Während des Anlasses machen wir kleine Standortbestimmungen und passen das Programm an die aktuelle Situation an, wenn uns das angezeigt erscheint. Am Schluss des Anlasses besprechen wir die Ergebnisse und reflektieren, was wir in einem nächsten Anlass weiterführen und was wir korrigieren möchten.

Wir wählen ein bis drei Schwerpunktthemen aus und nehmen sie wie einen roten Faden durch den ganzen Anlass mit. Sie helfen uns, in der Vielfalt unterschiedlicher Übungen und Perspektiven fokussiert zu bleiben. Dies bringt uns auch eine spürbare Vertiefung in unseren Erfahrungen und Erkenntnissen.

Einzelne Module eines Anlasses sind darauf ausgelegt, die persönliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte seit früher Kindheit wahrzunehmen, sich selbstkritisch und positiv zugleich zu reflektieren, Schattenarbeit zu machen, füreinander Spiegel zu sein, die Vielfalt von sich und von den Mitübenden wahrzunehmen, Intimität und Authentizität zu fördern, aus mehreren Standpunkten und systemischen Zusammenhängen zu fühlen, in subtile bis kausale Räume zu gelangen, auf ein Thema zu fokussieren und es zu erforschen im Innen und im Aussen, oder es auch wieder so weit wie möglich loszulassen, Konzepte und Konstrukte als solche zu erkennen und zu schätzen, ohne daran festhalten zu müssen, bessere Denk- und Handlungsvarianten auszuprobieren, eine Vision zu entwickeln, freier und gleichzeitig verbundener zu werden und vieles andere mehr.

Viele Co-Leitende bringen Fachwissen, Methoden und Erfahrungen aus ihrem Beruf und ihren sonstigen Engagements mit. Wir versuchen, diese kreativ mit Methoden anderer Co-Leitender zu verbinden und wenn passend daraus gar neue Übungen entstehen zu lassen. Den gewachsenen Methodenschatz stellen wir weiteren Kreisen zur Verfügung.

Seit Beginn des Erfahrungskreises fokussieren wir auf einen geeigneten Mix der Schwerpunkte Liebe, Sexualität und Spiritualität. Wir versuchen uns in vielfältigen Aspekten des Alltags zu entfalten, vor allem in Beziehung, Partnerschaft, Gemeinschaft, Gesundheit, Transformation, Arbeit und Beruf(ung). In unserem Mix von Übungen werden Kopf, Herz und Hand angesprochen und gefordert. Wir sind mehrheitlich erfahrungsorientiert und üben konkret mit unserem Körper, unseren Sinnen und unserem Fühlen, nicht nur theoretisch und rein rational, wobei wir letzterem durchaus seine Wichtigkeit und Berechtigung einräumen. Beim Üben nutzen wir bewusst Settings in Kleingruppen, im Plenum und natürlich auch jede mit sich alleine. Es gibt dynamische Momente und ebenso Stille, Ernst und Spielerisches, Phasen mit einem geplanten Ablauf und ein anderes Mal mit freiem Flow. Wir nutzen unser Wissen und unsere Erfahrungen bewusst, dies beinhaltet sowohl das gelernte als auch das innere Wissen. Wir freuen uns auch über unsere Freiheit, nichts wissen zu müssen und unsere Mitverantwortung für uns und ein grösseres Ganzes und unsere Verbundenheit mit allen.

Wir verzichten wenn möglich darauf, einander zu belehren und geben primär Raum für Selbsterfahrung. Wir möchten künftig auch wieder mehr bewährtes Fachwissen konsultieren und einfliessen lassen und auf spirituelle Traditionen zurückgreifen.

Damit wir das Gelernte gut integrieren können und es uns so länger erhalten bleibt und sich sogar weiter entwickeln kann, reflektieren und besprechen wir die gemachten Erfahrungen und gewonnenen Erkenntnisse konsequenter, machen uns Notizen davon, bereiten Essenzen füreinander und für einen grösseren Kreis auf, greifen in einem nächsten Anlass oder nach einigen Monaten wieder darauf zurück und versuchen so in uns eine Transformation, Heilung oder Entwicklungsspur wahrzunehmen.

Im grösseren Wirkungsfeld vernetzen wir uns mit Fachpersonen und Privaten, die ähnliche Schwerpunktthemen pflegen. Beim einen oder anderen Projekt arbeiten wir mit ihnen zusammen, einerseits um unsere Kenntnisse zu vertiefen und zum andern, um die Verbreitung unserer gemeinsamen Anliegen wirkungsvoller voranzutreiben. Wir lernen von Menschen aus unserem Umfeld und auch aus anderen Kulturen und geben umgekehrt einen intimen Einblick in unsere Lebensweise.
Wir haben mit einzelnen Co-Leitenden zusammen Intervision begonnen, um unsere Ausrichtung und Begleitung tiefer zu reflektieren. Wir laden künftig weitere Personen im grösseren Wirkungsfeld zu Intervision und zu Visionen ein.

All das, was wir üben und leben soll uns Spass machen, uns mit Freude und Lebenslust erfüllen und entspannend, entschleunigend und aus der Leichtigkeit wirken. Ebenso sollen uns Ernsthaftigkeit, eine innere Weihe, Ausdauer und Geduld auf unserem Weg begleiten.

Wir verstehen unser Wirken als Möglichkeit, Heilung und Transformation über zeitliche Räume hinweg wirksam werden zu lassen, so dass sich Leidvolles aus der Geschichte und jahrhunderte alte Vorstellungen und Verkrustungen lösen und transformieren können, für ein freieres, achtsameres und reiferes Miteinander aller Lebewesen.
 
Wie und mit welchen neuen Aktivitäten wir das noch mehr zu verwirklichen gedenken, beschreiben wir in den nächsten Wochen.